Tour durch das Museum

Station 15

Hufeisen

Symbol des Goldenen Steiges

Lieber Museumsbesucherinnen und -besucher, Sie haben sicherlich schon von alten Bewohnern Waldkirchens so manches über die Geschichte des Marktes und seiner Bürger erfahren. Auch hier steht vieles über den Goldenen Steig, wie es war, an ihm zu leben, ihn zu gehen und mit ihm zu verdienen. Viel konnte über den Goldenen Steig erforscht werden. Das Symbol schlecht hin für den Goldenen Steig ist das Hufeisen. Echte Zeitzeugen gibt es nicht mehr – außer eben diese Hufeisen. Sie erzählen uns etwas über die damalige Zeit. Die Saumpferde waren kleiner als ein heutiges Pferd, aber nicht weniger leistungsstark. Die heutigen Hufeisen sind größer als die damaligen. Am besten erkennt man es an der Anzahl der Löcher für die Nägel – sind es bei den neueren meist acht, waren es im Mittelalter sechs. Hier an dieser Schautafel kann man die Unterschiede gut erkennen. Alle diese alten Hufeisen wurden auf den vielen hunderten Kilometern der historischen Wege gefunden – abertausende aus vielen unterschiedlichen Epochen lagen unter einer dünnen Schicht Erde. Wie kamen sie dorthin? Einige Pferde sind bei Raubüberfällen ums Leben gekommen, häufiger haben die mit drei Zentner beladenen Saumpferde die Eisen auf ihrem beschwerlichen Weg verloren. Die Nägel sind abgebrochen oder haben sich gelockert. Bis zum nächsten Hufschmied musste das Pferd dann mit nackten Hufen laufen. Es wundert also nicht, dass jeder Niederlageort auch einen Hufschmied hatte. Auch in Waldkirchen gab es diese Zunft. Wie viele Kilometer diese Hufeisen wohl zurückgelegt haben… Was werden die Säumer und ihre Tiere auf der weiten Reise wohl erlebt haben… Vielleicht besuchen Sie ja mal die Säumer hier im Keller oder Sie schauen auf dem Marktplatz vorbei, dort findet man auch heute noch einen Säumer – zwar aus Granit, doch vielleicht gibt es ja dort noch Interessantes zu erfahren.